Wer wir sind und was wir wollen

Die Schweizer Medienlandschaft schrumpft seit Jahrzehnten. Gab es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch unzählige unabhängige Tageszeitungen, exi­stieren heute noch fünf grosse Medienhäuser, die die Inhalte unserer Zeitungen bestimmen, und nur selten sind deutlich unterschiedliche Positionen feststellbar. Eine unabhängige und umfassende Meinungsbildung – für die direkte Demokratie unerlässlich – ist so nicht mehr gegeben. Man serviert uns einen medialen Einheitsbrei, auch wenn die Pressefreiheit zu unseren unbestreitbaren Grundrechten gehört. Es fehlt die ­nötige Meinungsvielfalt.

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Hauptartikel der aktuellen Ausgabe

Nr. 2 vom 13. Januar 2018

von Robert Hofmann

Samariterwesen im neoliberalen Zangengriff

von Susanne Lienhard

Im Artikel «Dem Schweizer Samariterwesen als Teil des Milizwesens gilt es, Sorge zu tragen» (Zeitgeschehen im Fokus Nr. 17, 4.12.2017) haben wir die Entstehungsgeschichte des Schweizer Samariterwesens und dessen grosse Bedeutung für das Zusammenleben in den Gemeinden dargelegt. Es ist wie die Schweiz föderalistisch organisiert und Teil des Milizwesens, das wie ein filigranes Netz unser ganzes Staatswesen durchzieht und vom Gemeinsinn, von der Bereitschaft der Bürger lebt, freiwillig zu Gunsten der Gemeinschaft Aufgaben zu übernehmen.

Derzeit wird aber das Kurs- und Ausbildungswesen des Samariterbundes mittels privatwirtschaftlicher Managementmethoden einer Radikalkur unterzogen, deren Folgen verheerend sind: «Zahlreiche erfahrene Samariterlehrerinnen treten auf 2018 zurück, kleine Vereine gehen ein», «es hat nichts mehr mit Freiwilligenarbeit zu tun», «der Milizgedanke geht immer mehr verloren – wir werden an der Professionalisierung noch zu Grunde gehen», heisst es in Leserzuschriften von Präsidentinnen und Samariterlehrerinnen verschiedener Vereine. Diese Aussagen sind alarmierend. Was ist los?

 

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